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Tags: D2x , D300 , D3x , D700 , D90 , Dawntech , Hardware , Nikon , Solmeta , Test , Vergleich Mit dem Foto-GPS GP-1 aus dem Hause Nikon kommt weitere Bewegung in den Markt rund ums Geotagging. Und das ist gut so.
Da wir unseren Kunden die aus unserer Sicht besten Lösungen in Preis und Leistung anbieten möchten, kaufen und testen wir ständig neue Foto-GPS. Dieser Bericht befasst sich im wesentlichen mit dem Nikon GP-1 und ist auf den funktionell identischen Clone Phottix Geo One übertragbar. Wir versuchen dabei unparteiisch vorzugehen, da es uns darum geht, ob wir ein Gerät in unser Portfolio aufnehmen. Falls Sie Anmerkungen haben oder gar Fehler entdecken, bitten wir dies uns mitzuteilen. Danke!
Die Ergebnisse unserer Tests haben wir auch in unseren tabellarischen Vergleich eingepflegt: Funktionsmatrix: Foto-GPS für Nikon DSLR.
Update: Mittlerweile ist das GP-1 erhältlich und wir konnten es testen (Mai 2009)
Update: Mittlerweile ist der GP-1 Clone Phottix Geo One erhältlich und wir konnten es testen (November 2009)
Update: Mittlerweile ist der Solmeta Pro Logger erhältlich und getestet (Dezember 2009)
Unsere theoretischen Ableitungen aus der Anleitung haben sich bestätigt. Aus der Praxis können wir sagen: Das GP-1 funktioniert sehr gut und macht einen ordentlichen Eindruck. Leider fehlen Ihm für den Foto-Alltag ein paar wichtige Funktionen. Solmeta und Dawntech sind hier aus unserer Sicht mit ihrer längeren GPS-Erfahrung eine deutliche Nasenlänge voraus ...
Anschluss an verschiedene Kameras
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Dawntech Mini 3L an D300
Auffällig ist der nach oben gerichtete Stecker und das gut an der Kamera anliegende kurze Kabel. (Gilt für D200, D300, ....D3x)
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Phottix Geo One auf D300 (quasi baugleich zu Nikon Gp-1)
Auffällig ist der seitleich herausragende Stecker und das lange Kabel.
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Solmeta Geotagger Pro auf D300 Ähnlicher Stecker wie bei GP-1, aber kürzeres Kabel. |
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Dawntech Mini 3L auf D90
L-Stecker und kurzes direktes Kabel.
Für D5000 gibt es ein entsprechendes Modell.
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Nikon GP-1 auf D5000 (ebenso bei Phottix Goe One)
Gerader Stecker für D90/D5000 mit langem Kabel. (Foto: Terry White)
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Solmeta Geotagger N2 auf D5000
L-Stecker und kurzes Wechselkabel.
Wechselkabel mit 180° gedrehtem L-Stecker für D90 erhältlich.
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Dawntech bietet die Geräte mit den kürzesten Kabeln an. Erreicht wird dies über den Verzicht auf Wechselkabel. Dies erspart die störrische Steckverbindung am Geotagger. Darum liegen die Kabel von Dawntech auch am besten an der Kamera an. Nachteil dabei ist, dass es verschiedene Geräte für Nikon D5000, D90 oder D200 - D3x gibt.
Enttäuschend ist beim Nikon GP-1 der Stecker für die D90/D5000. Dieser ragt senkrecht und störend aus der GPS-Buchse am Gehäuse. Da Nikon bei der D90 und der D5000 die Buchse um 180° gedreht verbaut hat, ist das Kabel des GP-1 universell für beide Kameras nutzbar. Solmeta und Dawntech haben je für D5000 und D90 einen optimierten Winkelstecker entwickelt. Diese L-Stecker lassen das Kabel eng am Gehäuse anliegen sind aber nicht für D90 und gleichzeitig D5000 nutzbar.
- Dawntech bietet optimierte Ausführungen seiner Geräte mit fest verbauten Kabeln für das jeweilige Kameramodell.
- Solmeta bietet speziell auf die jeweiligen Kameramodelle optimierte Wechselkabel (D90, D5000 oder Nikon-10-Pin).
- Das Nikon GP-1 wird mit Wechselkabel für Nikon D90/D5000 und Nikon 10-Pin-Buchse ausgeliefert.
Stromversorgung des Foto-GPS
Hierzu gibt es keine einprägsamen Bilder. Die Unterschied im Konzept sind dennoch nicht minder interessant!
- Anders als die verglichenen Geräte von Dawntech oder Solmeta besitzt das GP-1 weder einen eigenen Akku, noch einen An/Aus-Schalter. Das GP-1 verhält sich somit, wie ein Dawntech oder Solmeta Geotgger in der Betriebsart "Auto" .
- Sobald die Kamera angeschaltet wird, startet das GP-1 und versucht eine GPS-Position zu bestimmen.
- Sobald der GPS-Ruhezustand greift (Werkseinstellung von Nikon ist 6s) legt sich der automatische Belichtungsmesser schlafen und das GP-1 schält ab. Um einen ersten GPS-Fix zu bekommen, muss man also solange den Auslöser immer wieder antippen, um den GPS-Ruhezustand zu beenden, bis das GP-1 die Position bestimmt hat. Eine nervige Sache.
- Alternativ könnte man den GPS-Ruhezustand zum Beispiel auf 30s hochsetzen. Dann steigt jedoch der Akkuverbrauch deutlich an, da dann auch der Belichtungsmesser 30s anbleibt!
- Die D200 kennt die Funktion "GPS-Ruhezustand" nicht. Das heißt GPS und Belichtungsmesser laufen dauerhaft, solange die Kamera an und das GP-1 angeschlossen ist.
- Jedesmal wenn die Kamera ausgeschaltet war, muss das GP-1 den GPS-Empfang neu aufbauen. War das GP-1 nicht allzulange ausgeschaltet, gelingt dies meist recht schnell. Bei schlechtem Empfang kann es jedoch dauern oder gar nicht gelingen.
- Dawntech und Solmeta verhalten sich in der Betriebsart "Auto" wie das GP-1.
- Dawntech und Solmeta beliben in der Betriebsart "An" dauerhaft aktiv, also auch wenn man die Kamera ausschaltet oder der GPS-Ruhezustand den Belichtungsmesser zur stromsparenden Ruhe legt.
- In der Betriebsart "An" können die Geotagger von Dawntech und Solmeta in Ruhe starten, ohne dass der GPS-Ruhezustand ständig unterbricht.
- Im GPS-Dauerbetrieb hält der Akku einer D300 mit angeschlossenem Dawntech oder Solmeta Geotagger rund 20 bis 30 Stunden (Kamera dauerhaft ausgeschaltet).
- Wenn kein Geotagging gewünscht wird, kann bei Dawntech und solmeta die Betriebsart "Aus" gewählt werden. Der Geotagger kann dabei eingesteckt bleiben.
- Bei den Geotaggern von Solmeta gibt es zur Entlastung des Kamera-Akkus einen zusätzlichen GPS-internen Akku.Ist dieser leer wird automatisch auf Kamerastrom umgestellt.
- Die Direktstart-Funktion von Dawntech erweist sich als zusätzlich besonders nützlich um den Akku-Verbrauch zu senken.
Automatische Indoor-Funktion:
Die automatische Indoor-Funktion ist in der Praxis oft sehr hilfreich. Wer in einem Gebäude fotografierten möchte oder in einer engen Gasse den GPS-Empfang verliert, lernt diese Funktion zu schätzen. Solmeta und Dawntech machen sich ein Feature des SiRF III-Chips zu nutze, bei der die letzte bekannte Position gepuffert werden kann, bis erneuter Empfang möglich ist. So bekommen auch Bilder in Räumen ohne GPS-Empfang die bestmöglichen Koordinaten zugewiesen.
- Alle aktuellen Modelle von Solmeta Geotagger sowie die Dawntech Geräte für Nikon (Pro Logger und der Dawntech Mini 3L) bieten die automatische Indoor-Funktion.
- Dem Nikon GP-1, dem Phottix Geo One und dem Geometr fehlt diese Funktion leider.
Direktstart-Funktion:
Die automatische Indoor-Funktion setzt einen dauernd eingeschalteten GPS-Empfänger voraus. Wird das GPS-Gerät deaktiviert, dann vergisst es die automatische Indoor-Koordinaten. Darum hat Dawntech auf der Basis des zusätzlich integrierten Track-Loggers, die Direktstart-Funktion eingeführt. Dabei wird nach einem kompletten abschalten des Geotaggers, die letzte bekannte GPS-Information aus dem Log verwendet. Sobald neuer Empfang möglich ist geht das Gerät in den Normalbetrieb über.
- Vorteil: Die Direktstart-Funktion kann zum Stromsparen benutzt werden, da der Geotagger nicht durchgehend aktiv bleiben muss.
- Vorteil: Die Direktstart-Funktion ist oft nützlich um spontane Schnappschüsse mit brauchbaren Geotags zu versehen.
- Nachteil: Es muss dem Fotografen bewusst sein, dass die Direktstart-Funktion davon ausgeht, dass man immer noch sich am selben Ort befindet, an dem der letzte Punkt im Tracklog gespeichert wurde. Im Zweifel ist also der Neuempfang abzuwarten. Aber das ist bei anderen Geräten ohnehin auch so!
- Dawntech hat bislang als einziger die Direktstart-Funktion eingeführt.
Weitere lohnende Zusatzfunktionen
- Blickrichtung: Zurzeit bietet nur Solmeta die Möglichkeit, die Blickrichtung per integriertem Kompass automatisch mit dem Bild abzuspeichern.
- Zusätzlicher Track-Logger: Neben dem automatischen Geo-Imaging beherrscht die Oberklasse von Solmeta und Dawntech auch das Speichern der Reiseroute als Tracklog. Dawntechs Pro Logger glänzt mit 260.000 Trackpunkten. Er kann auch fein Konfiguriert werden (Zeitintervall, Distanzintervall, Mindestgeschwindigkeit, ...).
Eine neue Liga: Solmeta Geotagger Pro
Mit dem Geotagger Pro führt Solmeta ein neues Konzept ein. Anstatt per blinkenden LED informiert ein LCD-Display live über alle wichtigen Informationen. Dadurch sind einmalige Zusatzfunktionen wie die "elektronische Wasserwaage" möglich. Echtzeit angezeigt werden:
- GPS-Informationen (geogr. Länge und Breite*, Höhe*, Anzahl der empfangenen Satellitensignale, GPS-Zeit*, Datum*)
- Kompassrichtung*
- Neigung ("elektronische Wasserwaage")
- Geschwindigkeit, Temperatur, belegter Log-Speicher, Akkuladezustand, ...
* werden direkt beim Fotografieren in der JPEG- oder RAW-Datei gespeichert.
Anschluss von Fernauslösern
- Beim Dawntech Pro L (Logger) kann der Nutzer einfach seinen gewohnten Fernauslöser, mit Nikon-10-Pin-Stecker, weiter verwenden. Er wird über eine Buchse am GPS durchgeschleift.
- Solmeta löst bei den Modellen Geotagger N1/N2 das Problem über eine Klinken-Buchse und legt einen passenden Auslöser dem Foto-GPS bei.
- Das Nikon GP-1 verfügt über eine Buchse für den Fernauslöser MC-DC2. Dieser muss separat erworben werden und passt auch direkt an die D5000/D90.
- Für Nutzer einer Kamera mit Nikon-10-Pin-Fernauslöser ist das Solmeta Y-Kabel eine Altenative. So kann bei Gehäusen mit Nikon-10-Pin-Buchse immer auf den Nikon-10-Pin-Auslöser zurückgegriffen werde.
Sonstiges
- Dawntech und Solmeta verbauen die bewährten SiRF Star GPS-Chips die seit Jahren Maßstäbe setzen. Nikon schweigt sich über den GPS-Chip derzeit aus.
Fazit
- Alle Foto-GPS haben ihre Berechtigung: Von einfach und robust bis "fully featured" ist alles zu haben.
- Das Nikon GP-1 liegt vom Funktionsumfang im unteren Feld. Dafür steht bei Nikon das Firmenlogo auf dem Gehäuse - für Puristen unverzichtbar.
- Unverständlich bleibt, warum Nikon dem GP-1 keinen An-/Ausschalter spendiert hat.
- Unverständlich auch warum Nikon die GPS-Buchse bei D5000 und D90 gespiegelt eingebaut hat und dann auch noch (oder vielmehr darum) ein weit von der Kamera Abstehendes Kabel liefert.
- Solmeta und Dawntech zeigen mit spannenden Zusatzfunktionen, dass sie aus Erfahrung lernen.
- Dawntech setzt Maßstäbe in der Robustheit mit den optimierten Kabeln und dem gedichteten Gehäuse des Pro Loggers.
- Der Solmeta Geotagger Pro führt mit dem LCD-Display und den erweiterten Funktionen eine neue Klasse ein.
Kurz: Das Nikon GP-1 erhöht die Bekanntheit von Geotagging und beschleunigt so auch die Soft- und Hardware-Entwicklung. Dawntech und Solmeta haben mit ihrer Erfahrung und durchdachten Funktionen mehr als nur eine Berechtigung. Gut für alle!
Hinweis in eigener Sache
Wir führen in unserem eigenen Shop ausschließlich Produkte die uns selbst überzeugen. Wenn Sie jetzt immer noch den aus unserer Sicht suboptimalen GP-1 oder dessen Clone Phottix Geo One bevorzugen, würden wir uns freuen, wenn Sie den Kauf über die folgende Links tätigen. Sie unterstützen damit unser Team, so dass wir auch zukünftig Geotagging-Hardware und -Software für Sie Testen und Vergleichen können. Danke!
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